Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg
Stamm Franziskus Dortmund-Scharnhorst

Pfingstlager 2011

in Vreden

In diesem Jahr machten sich ca. 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf, um das Pfingstwochenende in einem von zahlreichen Camps für Halbgötter in Vreden zu verbringen.

VorschauNachdem am Freitagabend alle Zelte bezogen und eingerichtet waren, stellten sich alle Götter des Olymp den neugierigen Kindern vor, die ebenfalls das Wochenende in diesem Camp verbrachten. Die Kinder erfuhren von ihnen, dass sie alle einen göttlichen Elternteil haben und gemäß ihrer Fähigkeiten trainiert und geschult werden. So sollte jeder herausfinden, welchen Gott oder welche Göttin er oder sie zum Vater oder zur Mutter hat.
Danach sangen alle noch am Lagerfeuer in der Jurte  - einem großen Schwarzzelt - da es draußen zu regnen begann. Am Lagerfeuer aber konnten sich alle warm singen und einen gemütlichen gemeinsamen ersten Abend verbringen.

VorschauDer Samstag begann mit einem Frühstück in den Stufen und einer Morgenrunde. Hier erfuhren die Kinder dann, dass sie am Vormittag Übungen und Aufgaben zu bestehen hatten, in denen sie ihre (göttlichen) Fähigkeiten unter Beweis stellen und je nach Fertigkeiten Punkte sammeln konnten. So wurden Musikinstrumente gebaut, Geschicklichkeitsspiele und Rätsel gelöst, sich im Pompfenkampf gemessen und auf einer wackeligen Slackline mit Hindernissen balanciert.

Nach einem griechischen Mittagessen stellte sich heraus, dass die Blitze des Zeus gestohlen wurden. Zeus selbst verdächtigte die Kinder des Camps und bat sie darum, ihm seine Blitze zurückzubringen.  Daraufhin machten die Kinder sich auf, den vollständigen Spruch zur Erweckung und Befragung des Orakels von Delphi zu suchen. Dazu mussten Hinweise gefunden werden, die, in richtiger Reihenfolge sortiert, das Orakel zum Sprechen bringen sollten. Nach einer anstrengenden aber erfolgreichen Suche konnte nach dem Abendessen das Orakel befragt werden. Alle sprachen gemeinsam den Orakelspruch und mit Nebel und buntem Feuer gab das Orakel den Hinweis, dass Hades, der Bruder des Zeus in den Diebstahl der Blitze verwickelt sei. Da Hades in die dunkle Unterwelt verfolgt werden musste, konnten alle zunächst noch am Lagerfeuer entspannen.
VorschauDann aber mit dem späten Einbruch der Dunkelheit machten sich alle auf den Weg in die Unterwelt. Die Wölflinge und Juffis hatten die Aufgabe, an drei Stationen Kartenteile zu finden, die ihnen richtig zusammengesetzt den Weg zu einem Spielplatz zeigte. Auf diesem Spielplatz fand dann nach Mitternacht der große Wettkampf statt, den die Kinder gewannen und der sie endlich auf den Weg zum verlorenen Blitz brachte. Kurze Zeit später hielten die Kinder den lang gesuchten Blitz wieder in den Händen und brachten ihn sicher zum Zeltplatz zurück. Danach fielen alle müde auf ihre Luftmatratzen und schliefen bis zum nächsten Morgen.
Währenddessen hatten sich auch die Scouts und Rover gemeinsam auf den Weg gemacht, den zweiten verlorenen Blitz zu finden. Hier gestaltete sich die Spurensuche etwas schwieriger, da die entscheidenden Hinweise in Geheimschrift geschrieben waren und nur mit Hilfe von UV-Licht entschlüsselt werden konnten. Zudem erschwerten knifflige und herausfordernde Aufgaben die Suche. Alle Jugendlichen wollten den Blitz mit viel Eifer zurückbringen und ließen sich auch nicht davon abhalten, dass das Morgengrauen immer näher rückte.  Doch bevor der Morgen wirklich anbrach, konnten auch sie erfolgreich zum Zeltplatz zurückkehren und hatten Zeus den zweiten Blitz zurückgebracht.  

VorschauAm Sonntag hieß es dann für alle Kinder und Jugendlichen: ausschlafen!
Nach einem gemütlichen Frühstück wurden die Halbgötter ihren Elternteilen zugeordnet. Ein fairer sportlicher Wettkampf sollte herausstellen, welche Familie die cleverste, geschickteste und stärkste sei. Es galt, Kisten zu finden, in denen sich wichtige Gegenstände verschiedener Götter befanden, so zum Beispiel der Bogen des Artemis, der Dreizack des Poseidon oder der Sonnenwagen des Apollon. Dann hieß es, die Kiste des eigenen Gotteselternteiles zu finden und zu verteidigen, denn natürlich waren die Kisten nach dem Finden nicht sicher: eine andere Gruppe konnte sie durch Geschick erlangen und man selbst stand mit leeren Händen da. Dazu wurde viel Energie gebraucht, die in Form von kleinen blauen und grünen Reagenzgläsern auch wieder aufgefüllt werden konnte. Am Ende eines spannenden Spieles stand fest: die Familie des Hermes hatte den Wettkampf gewonnen.

Am späten Nachmittag fand dann ein Gottesdienst unter freiem Himmel statt, in dem wir alle in kleinen Gruppen über  unsere „göttlichen Fähigkeiten“  und „besondere Momente im Pfingstlager“ nachdachten und Weihrauch als Zeichen der Verbindung zwischen Himmel und Erde in den Himmel steigen ließen.

VorschauIm Anschluss daran feierten wir das Abschlussfest, in dem natürlich das sauberste und dreckigste Zelt prämiert wurde und wir dank des Wetters einen dritten Abend am Lagerfeuer singen konnten. Natürlich durfte hier der lautstarke Schlachtruf „Stujebord, Stujebord!“ nicht fehlen, bei dem der ein oder andere leider seine Stimme für ein paar Tage einbüßen musste.

Am Montagmorgen nach dem Frühstück begann der Abbau des Zeltlagers. Zum Glück regnete es nicht und alle Kinder und Erwachsenen packten so tatkräftig mit an, dass wir um Punkt 14 Uhr in den Bus steigen konnten. Alle machten sich müde aber zufrieden auf den Heimweg und sind sich sicher, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Mal sehen, in welcher Welt wir uns dann wiedertreffen…
Schlachtruf Bist Du stark genug für den Schlachtruf? Dann dreh' die Lautsprecher voll auf und klick auf das Bild um das Video anzuschauen!
 
Hier gibt es weitere Fotos vom Pfingstlager